Kann man wirklich ein Smartphone gratis auffinden und das genehmigunslos?
Sehr häufig hat man es in den Nachrichten gesehen oder gelesen: Die Handys von vielen unterschiedlichen Personen wurden geortet, ohne das je eine Zustimmung darüber gegeben wurde. Auf diese Weise konnte der Standort dieser Personen überall ermittelt werden und sie konnten jederzeit spioniert werden. Ganz kritisch fielen diese Fälle aus, wenn die Leute von gefährlichen Stalkern spioniert wurden. Dies hatte zur Folge, dass die Leute womöglich angegriffen wurden, wenn sie sich an Orten aufhielten an denen nicht so viele Menschen einen Schutz vor dem Angreifer bieten konnten. Die Handyortung ohne Zustimmung ist generell nicht möglich. Trotzdem gibt es einige, wohl bemerkt, verbotene Methoden diese trotzdem zu ermöglichen. Dieser Artikel soll keinen Anreiz dazu bieten eine Handyortung ohne Zustimmung durchzuführen sondern lediglich darüber informieren, auf welche Weise man sich vor einer schützen kann.
Die Gefahren auf sozialen Netzwerken
Auf sozialen Netzwerken kann man inzwischen auch die Funktion der Handyortung nutzen. Seine Freunde kann man damit informieren, wo man gerade ist und in der Regel werden auch Sehenswürdigkeiten in der Nähe angezeigt, was den Informationsfluss auch hinsichtlich interessanter Orte erhöhen soll. Ehe man die Handyortung auf sozialen Netzwerken nutzen kann, muss man der App, mit der man sich auf seinen Account auf sozialen Netzwerken verbindet, erst einmal die Erlaubnis dazu geben die Handyortung durchzuführen. Anschließend können Einstellungen darüber vorgenommen werden, wer sehen kann, wo man sich gerade befindet. Der Fehler, der sehr oft passiert ist, dass die User genau diese Einstellungen nicht vornehmen und der Aufenthaltsort sehr vielen Menschen zur Verfügung steht, die diesen eigentlich gar nicht sehen sollen. Diese machen sich nicht strafbar sondern gebrauchen Informationen, die der Nutzer der Handyortung „freiwillig“ preis gibt, es nur nicht weiß. Aus diesem Grund sollte man immer bei der Nutzung einer Handyortung in sozialen Netzwerken den Personenkreis, der die Aufenthaltsdaten einsehen kann, minimieren.
SMS Anfrage beantwortet – aber nicht von einem selbst
Ein anderer Weg eine Handyortung durchzuführen ist der über offizielle Dienste für eine Handyortung. Diese werden oft vom Handyhersteller selbst kostenlos angeboten und können von den Handybesitzern benutzt werden. Auch im Internet kursieren viele Anbieter von Handyortungen. Wenn man sich bei solch einem Anbieter anmeldet, bekommt man eine Anfrage über eine SMS Nachricht. Bei Beantwortung dieser SMS erteilt man dem Anbieter die Erlaubnis für eine Handyortung, die man auf der Webseite anschließend durchführen kann. Die Gefahr bei solchen Anbietern ist, dass lediglich die Anfrage SMS als Indikator dafür dient, dass eine Anmeldung durchgeführt wurde. Wird diese SMS gelöscht, weiß man überhaupt nicht, ob man geortet wird. Eine Erlaubnis SMS kann jede beliebige Person beantworten, die im Besitz des Handys ist. In den Besitz kann die Person durch das freiwillige Aushändigen des Handys kommen oder durch das Entwenden desselben. Wird das Handy dem Eigentümer zurückgegeben, wird er quasi ohne Zustimmung dauerhaft geortet, ohne das er es je erfahren wird, außer, er nimmt an, dass er geortet wird und hakt bei seinem Anbieter nach. Das tun jedoch die Wenigsten.
Smartphones – hohe Manipulationsgefahr
Unser Leben wurde von Smartphones um einiges erleichtert. Auch hat man die Möglichkeit der Information an jedem beliebigen Ort bekommen. Die meisten Smartphones verfügen auch über einen GPS Adapter, der einem die Handyortung ermöglicht undzwar so, dass die Position wirklich genau ermittelt werden kann. Genau dort liegt auch die Gefahr einer Handyortung ohne Zustimmung. Aufgrund der Tatsache, dass Smartphones über voll funktionsfähige und manipulierbare Betriebssysteme verfügen, kann auch eine Spionagesoftware installiert werden, die den GPS Adapter heimlich aktiviert und die Internetleitung dazu nutzt die Position an einen Computer zu senden. Die Nutzer von Smartphones sind deswegen der Gefahr ausgesetzt sich solch eine Software einzufangen. Diese kann, genau wie bei der Handyortung über Anfrage SMS – von einer Person direkt installiert werden oder aber über das Internet aus Versehen heruntergeladen werden. Dies gilt für zweifelhafte Quellen im Internet selbst. Solche Quellen sollte man meiden, auch wenn die App noch so gut klingt und die Bewertungen – die meist gefaked – positiv sind. Seine Apps sollte man sich immer in den offiziellen Stores der Handyhersteller herunterladen weil man dort sicher sein kann geprüfte Software herunterzuladen. Ob der GPS Adapter heimlich aktiviert ist, merkt man aber recht schnell, nämlich dann, wenn der Akku urplötzlich sehr schnell leer ist. Dies hängt damit zusammen, dass GPS Adapter sehr viel Strom benötigen und wenn dazu noch die Internet Leitung aktiv ist, geht der Akku sehr schnell leer.
Spionagesoftware – Erlaubnis oder nicht, es geht
Die Handyortung ohne Zustimmung ist lediglich ein Faktor, der mit der Spionagesoftware herausgefunden werden kann. Sollte das Handy, bzw. das Smartphone über eine Kamera verfügen, kann diese auch heimlich eingeschaltet werden. Auf diese Weise werden auch visuelle Komponenten für den Angreifer verfügbar. Ganz schlimm wird es bei der Aktivierung der Sprechmuschel. In dem Fall bekommt der Angreifer auch mit, was gesprochen wird. Dies klingt war ziemlich perfide und nach einem Hollywoodfilm, doch ist die Technik mittlerweile so weit, dass dies problemlos möglich wird. Da diese Software ziemlich teuer ist, wird sie in der Regel von Unternehmen eingesetzt um die eigenen Mitarbeiter zu kontrollieren oder Industriespionage durchzuführen. Auf das Installieren von Spionagesoftware in Tateinheit mit Industriespionage sind hohe Strafen ausgesetzt. Fliegt eine Spionage auf und wird der Täter ermittelt drohen ihm für dieses Vergehen mehrjährige Haftstrafen, die er in der Regel bis zum Ende absitzen muss. Ehe man sich für so einen Schritt entscheidet, sollte man sich also genau überlegen, ob sich das lohnt.
Sicherheit geht bei der Auffindung vor
Ehe man die Handyortung nutzt sollte man sich genau über diese informieren und schauen, wie man sich am besten absichern kann. Wenn man die nötigen Schritte unternimmt sich ordentlich abzusichern reduziert man die Gefahr Opfer einer Handyortung ohne Zustimmung zu werden auf ein Minimum. Indikatoren für eine ungewollte Handyortung wie ein schnell zu Neige gehender Akku oder übermäßiges Wissen einer Person über den Aufenthaltsort und die Bewegungen sollten Grund sein zu kontrollieren, ob man eventuell Opfer einer Handyortung ohne Zustimmung geworden ist. Dies geht am besten über den eigenen Netzbetreiber, der Einsicht darüber hat.
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