Ein Handy ohne Zustimmung orten – die Möglichkeiten und Gefahren

 

handyortung-ohne-zustimmungWenn eine Handyortung durchgeführt werden soll, bedarf es normalerweise der Einverständnis des Besitzers. Theoretisch ist die Handyortung ohne Zustimmung also nicht möglich. Dennoch passiert es immer wieder, dass Handys ohne das Wissen des Handybesitzers geortet werden. In diesem Fall weiß der Besitzer des Gerätes auch nicht, was passiert, da diese Art der Handyortung nicht weiter auffällt. Auf diese Weise kann der Spion unbehelligt auch über einen sehr langen Zeitraum die Zielperson auskundschaften und beschatten. Es bestehen jedoch Möglichkeiten das Ganze aufzudecken und zu stoppen, wenn man weiß, wie man vorgehen muss.

 

 

So kommt es zur Spionage

 

Es gibt zwei Arten der Spionage. Eine davon ist die normale Handyortung, bei der man sich anmelden kann (wie beispielsweise unsere). Dabei wird zur Legimitierung eine Anfrage SMS auf das Zielhandy versandt, die der Handybesitzer beantworten muss. Dies ist zwar ziemlich sicher, doch nützt dieser Sicherheitsmechanismus nichts, wenn der Handybesitzer selbst nicht auf diese SMS antwortet, sondern der Spion. Es reicht dabei die SMS nach der Bestätigung zu löschen um alle Beweise zu vernichten. Weitere SMS werden nicht kommen, so dass der Handybesitzer auch keine Benachrichtigung über die Ortung bekommt. Da die Zustimmung in diesem Fall nicht vom Handybesitzer kommt, ist die Rede von einer Handyortung ohne Zustimmung.

 

 

Wenn Apps ausgenutzt werden

 

Auch eine Art der Handyortung ohne Zustimmung ist das Ausnutzen von Apps, die auf dem Handy installiert sind und zur Ortsbestimmung dienen. Ein Beispiel dafür ist die App Google Latitude. Diese App ermöglicht den Zugang zum gleichnamigen sozialen Netzwerk bei dem es möglich ist seine Kontakte jederzeit zu orten und ihnen auch seinen eigenen Aufenthaltsort jederzeit zur Verfügung zu stellen. Meist ist diese App auf dem Handy vorinstalliert, auch wenn sie nur selten genutzt wird. Der Spion kann sich das Handy schnappen und selbst eine Anmeldung durchführen. Da die App ständig im Hintergrund aktiv ist, kann der Spion sehr leicht den Aufenthaltsort über seinen eigenen Computer feststellen. Dies ist mit diversen anderen, teils vorinstallierten Apps möglich.

 

Umfangreiche Spionage über Spionageapps

 

Eine andere Form der Handyortung ohne Zustimmung, die weitreichende Folgen haben könnte, ist die Spionage per Handyortung über spezielle Handy-Apps. Diese werden einmalig auf einem Handy installiert und laufen versteckt im Hintergrund. Der Handybesitzer kann sie nicht erkennen und auch nicht ausschalten. Neben den Daten der Handyortung kann der Spion auch Gespräche mithören, SMS Nachrichten lesen sowie auf alle auf dem Handy befindlichen Daten zugreifen.

 

 

Wie man sich schützen kann

 

Um sich selbst vor Spionage zu schützen, sollte man sein Handy auf keinem Fall jemandem überlassen um die Chance zu eliminieren, dass Apps manipuliert werden oder jemand auf eine Anfrage SMS antwortet, nachdem das Handy zur Handyortung angemeldet wurde. Man sollte auch beachten, was man aus dem Internet herunterlädt und Apps nur aus den jeweiligen offiziellen Markets installieren. Des Weiteren sollte man auch nicht zu leichtsinnig mit der integrierten Handyortung umgehen und diese am besten ausschalten, wenn man sie nicht benutzt. Das nimmt den Spionen viel Angriffsfläche und sorgt dementsprechend für die Sicherheit auf dem eigenen Handy.